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Ein Königreich für eine Kröte – beispiellose Verschwendung von Steuergeldern in Blankenese!

Die Straßen Falkensteiner Ufer und Falkensteiner Weg in Blankenese, Bezirk Altona, sind idyllische Fahrradstraßen, ausschließlich für den motorisierten Anliegerverkehr zugänglich. Jährlich findet hier eine beeindruckende Krötenwanderung statt. Um die Amphibien zu schützen und dem Rückgang ihrer Population entgegenzuwirken, haben engagierte Mitglieder des NABU über Jahre hinweg in ehrenamtlicher Arbeit die Amphibien gesammelt und sicher an ihre Laichgewässer gebracht.
Anfang 2023 wurden am Falkensteiner Ufer und Falkensteiner Weg Maßnahmen für Amphibienschutzsysteme aus Beton und Stahl durchgeführt. Das erklärte Ziel war es, den Amphibien auch zukünftig einen sicheren Zugang zu ihren Laichgewässern zu ermöglichen, unabhängig von der ehrenamtlichen Unterstützung. Vier Amphibientunnel unter der Straße sowie 410 Meter lange Amphibienleitwände aus Beton bzw. Stahl wurden zu diesem Zweck errichtet.
Die Maßnahmen sind mittlerweile abgeschlossen, finanziert durch Mittel der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft sowie bezirkliche Mittel. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 465.848,56 Euro brutto, mit einer Kostensteigerung von über 10% gegenüber den veranschlagten Kosten.
Schriftliche Anfragen der FDP-Abgeordneten Katarina Blume zum ökologischen Fußabdruck der Maßnahme, insbesondere im Hinblick auf den CO2-Ausstoß durch die Verwendung von Materialien wie Stahl und Beton, blieben unbeantwortet. (Stichwort Graue Energie: Stahlerzeugung ist prozessbedingt mit einem sehr hohen Energieaufwand und hoher Klimabelastung verbunden. Bei europäischen Stahlherstellern fallen fast 2 Tonnen CO2 pro Tonne Stahl an, in weniger entwickelten Ländern deutlich mehr.)
Dazu Katarina Blume, Stellv. Landesvorsitzende FDP Hamburg, Vorsitzende FDP Fraktion Altona:
„Mit allem gebotenen Respekt für den Artenschutz – die Prioritätensetzung der beiden grün geführten Behörden auf Landes- und Bezirksebene ist schlichtweg skandalös! Wie wollen der grüne Senator und die grüne Bezirksamtsleiterin dem Steuerzahler erklären, dass eine halbe Million ihrer hart erarbeiteten Steuern in Zeiten knapper Kassen für eine Artenschutzmaßnahme ausgegeben wurde? Über Jahre hinweg haben Ehrenamtliche mit begrenzten Mitteln herausragende Arbeit zum Amphibienschutz geleistet.
Die Verantwortlichen schweigen zu Fragen bezüglich des ökologischen Fußabdrucks der Baumaßnahme im Verhältnis zum Ziel des Artenschutzes. Es scheint, als fehle es im Bezirksamt Altona und in der BUKEA an einer ganzheitlichen Betrachtung des Klimaschutzes.
Wir kämpfen im Bezirk vehement um jeden Euro, um die Schließung von Jugendzentren zu verhindern, Spielplätze besser auszustatten oder bezirkliche Sportanlagen zu sanieren. Die Leichtfertigkeit, mit der die Verwaltung Steuereinnahmen der Hamburgerinnen und Hamburger für parteipolitische Schwerpunktsetzungen verwendet, lässt mich fassungslos zurück. Wie weit kann man eigentlich übers Ziel hinausschießen, wenn man nicht selber bezahlen muss?“
Kontakt:
Katarina Blume
Stellv. Landesvorsitzende FDP Hamburg
Abgeordnete der Bezirksversammlung Altona
FDP-Fraktionsvorsitzende
info@katarina-blume.de
Phone 0172-7188448

Bild von Jill Wellington auf Pixabay

Amphibienschutz am Falkensteiner Ufer Kleine Anfrage von Katarina Blume (FDP-Fraktion)