Die Errichtung einer Brücke über die S-Bahn Gleise am Bahnübergang Sieversstücken ist ein wesentlicher Bestandteil des Bürgervertrags zwischen der Bürgerinitiative Vorrang für Integration und Nachhaltigkeit in Rissen (VIN-Rissen) e. V. und dem Senat im Jahr 2016. Die damaligen Verhandlungsführer, heute in Funktion als Finanzsenator und Verkehrssenator, hatten ihren Einsatz für die Brücke damals mit Nachdruck bekräftigt.
Die Senatsparteien SPD und GRÜNE haben diese Absicht im Rahmen der Drucksache 21/5231 „Konsens mit den Initiatoren der Volksinitiative Hamburg für gute Integration“ bestätigt und zugesichert, alle notwendigen Schritte zur Prüfung, Planung und Realisierung der im Bebauungsplan vorgesehenen Brücke über die S-Bahn vorzunehmen.
Ziel der geplanten Brücke ist die Erschließung des neuen Wohngebiets Suurheid und des Krankenhauses. Die Sicherung des gefährlichen Bahnübergangs und die Entlastung angrenzender Wohngebiete vom Durchgangsverkehr sind ebenfalls Teil des Bebauungsplans Rissen 45 / Sülldorf 22. Die geplante Brücke soll nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz als Ersatzmaßnahme für die Aufhebung des Bahnübergangs Sieversstücken dienen und an die Sülldorfer Landstraße (B 431) anknüpfen. So war es zugesagt.
Bei der Öffentlichen Anhörung zum 2. Bauabschnitt Suurheid am 10. Oktober in Rissen wurde zur Verwunderung der Teilnehmer die Realisierung einer Brückenkonstruktion von der Verwaltung grundsätzlich infrage gestellt und in einen zeitlichen Zusammenhang zum zweigleisigen Ausbau der S-Bahn nach Wedel gestellt.
In Erwartung des absehbaren Baubeginns für die Erschließungs- sowie Hochbaumaßnahmen des 2. Bauabschnitts und einer damit verbundenen spürbaren Verkehrszunahme ist es dringend erforderlich, die weiteren Planungen für eine Realisierung der Brücke voranzutreiben, um die Erschließung des Neubaugebiets sicherzustellen sowie den Bürgervertrag endlich zu erfüllen.
Dazu Katarina Blume, Fraktionsvorsitzende FDP Fraktion Altona und stellvertretende Landesvorsitzende FDP Hamburg:
"Wieder einmal wird die Glaubwürdigkeit von Politik und ihren Vertretern leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Der Umgang mit der Initiative VIN lässt das nötige Feingefühl vermissen. Die Brücke hat in den Verhandlungen im Jahr 2017 eine herausragende Rolle gespielt und entscheidend dazu beigetragen, dass der Bürgervertrag überhaupt geschlossen wurde. Entweder haben die Verhandlungsführer Dressel und Tjarks ihre Durchsetzungskraft Richtung Berlin damals erheblich überschätzt, oder der Bau einer Brücke wurde nie ernsthaft verfolgt. So geht man nicht mit Bürgern um! Die Brücke muss kommen, zeitlich unabhängig vom wünschenswerten Ausbau der S-Bahn Verbindung Richtung Wedel."
Kontakt:
Katarina Blume
Stellv. Landesvorsitzende FDP Hamburg
Abgeordnete der Bezirksversammlung Altona
FDP-Fraktionsvorsitzende
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