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Schließung des Damwild Geheges im Hirschpark: Bezirksamt Altona übergeht Politik und Öffentlichkeit – Tierwohl als Vorwand für Einsparungen?

Die heute veröffentlichte Pressemitteilung des Bezirksamts Altona zur sofortigen Schließung des Damwild Geheges im Hirschpark wirft erhebliche Fragen auf – inhaltlich wie auch im Umgang mit demokratischer Kontrolle.

Bereits vor einer Woche wurde zu genau diesem Thema eine politische Anfrage gestellt. Diese blieb bislang unbeantwortet.
Statt Transparenz gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu zeigen, entscheidet sich das Bezirksamt nun offenbar dafür, Fakten über den Umweg einer Pressemitteilung zu schaffen. Dieses Vorgehen ist höchst irritierend und politisch inakzeptabel.

Dazu Katarina Blume, Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion Altona:
„Die inhaltliche Kehrtwende ist besonders unverständlich. Gerade erst wurde die Rückkehr der Damhirsche in den Hirschpark öffentlichkeitswirksam gefeiert. Nun sollen dieselben Tiere plötzlich nicht mehr artgerecht zu halten sein – trotz erheblicher Umbauten und Investitionen in den Jahren 2023 und 2024. Dass diese Maßnahmen nun als wirkungslos dargestellt werden, wirft die Frage auf, ob hier nicht von Anfang an auf Zeit gespielt wurde.

Das Damwild Gehege ist kostenfrei zugänglich, es ist ein wichtiger Erlebnisort für Familien mit Kindern und ein fester Bestandteil der gewachsenen Identität Blankeneses. Die jahrzehntelange Tradition wird nun mit einem Federstrich beendet – ohne ernsthafte Beteiligung der Öffentlichkeit und ohne erkennbare Bereitschaft, alternative Lösungen zu prüfen.

Der Verweis auf Tierwohlaspekte wirkt vor diesem Hintergrund vorgeschoben. Niemand stellt den Tierschutz infrage. Doch wenn Tierwohl ausschließlich dann zum entscheidenden Argument wird, wenn es mit Einsparungen und dem Rückzug öffentlicher Angebote einhergeht, ist Skepsis mehr als angebracht. Dass gleichzeitig andere, stärker frequentierte Wildgehege weiterbetrieben werden, macht die Argumentation nicht überzeugender.
Blankenese verliert mit der Schließung des Damwild Geheges ein niedrigschwelliges, generationenübergreifendes Angebot, das Natur erfahrbar macht – gerade für Kinder, die keinen Zugang zu ländlichen Räumen haben. Dieser Verlust wird vom Bezirksamt bislang kleingeredet.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Blankeneserinnen und Blankeneser gegen diese Entscheidung zur Wehr setzen.“

Die FDP-Fraktion wird zeitnah einen Antrag einbringen, mit dem Ziel, das Damwild Gehege im Hirschpark zu erhalten und tragfähige Lösungen zu entwickeln, die Tierwohl, Tradition und öffentliche Nutzung miteinander verbinden – statt ein bewährtes Angebot stillschweigend abzuwickeln.

Kontakt für Rückfragen:
Katarina Blume
Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion Altona
Abgeordnete der Bezirksversammlung Altona
📧 katarina.blume@fdp-hh.de
📞 0172 / 7188448

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Foto: Kristina v. Ehren

FDP warnt: Bezirk riskiert das Aus für den Dahliengarten

Hamburg verändert sich rasant: Verdichtung, Neubauten, Großprojekte, die Science City Bahrenfeld – überall entsteht Neues. Doch gerade in dieser Zeit des Umbruchs brauchen die Menschen Orte, die Stabilität, Ruhe und Identität geben. Orte wie der historische Dahliengarten im Altonaer Volkspark. Die FDP-Fraktion Altona warnt jedoch eindringlich: Wenn der Bezirk weiter tatenlos bleibt, wird dieser einzigartige Rückzugsort am Ende Opfer der Flächenkonkurrenz.

„Wir krempeln die Stadt auf links – das ist richtig und notwendig“, sagt Katarina Blume, Vorsitzende der FDP-Fraktion Altona. „Aber wer inmitten all dieser Veränderungen die stillen Orte ignoriert, nimmt billigend in Kauf, dass sie verschwinden. Genau das passiert beim Dahliengarten. Er wird nicht entwickelt, er wird nicht geschützt – er wird schlicht liegengelassen. Diese Gleichgültigkeit dürfen wir uns nicht leisten.“

Die FDP kritisiert, dass der Bezirk bis heute keine belastbaren Daten, kein Konzept und keine Zukunftsstrategie für den Dahliengarten hat: keine Besucherstatistiken, keine Zielgruppenanalyse, keine Bildungskooperationen, kein Konzept. „Die Botschaft ist: Endlich gestalten, nicht nur verwalten. Stillstand ist keine Option. Stillstand ist Risiko. “, so Katarina Blume.

Der Druck ist enorm: Der Dahliengarten liegt mitten im zukünftigen Entwicklungsgebiet der Science City Bahrenfeld – hier wird zukünftig jede Fläche hart umkämpft. Hinzu kommen die Hamburger Olympiabewerbung und der damit verbundene potenzielle Flächenbedarf für Infrastruktur, Logistik und temporäre Anlagen. Wenn der Bezirk nicht erklären kann, welchen Wert der Dahliengarten für die Menschen hat, dann wird er in der Konkurrenz um städtebaulichen Verwertungsinteressen schlicht keine Stimme haben.

„Ohne Strategie und ohne Konzept geht man ungeschützt in eine Debatte, die längst begonnen hat.“, kritisiert Katarina Blume.

Die FDP sieht jedoch enormes Potenzial: Der Dahliengarten kann ein moderner Ort der Umweltbildung, ein Raum für Familien, ein Identitätsanker mitten in einer Stadt im Wandel sein.
Um den Garten dafür fit zu machen, fordert die Fraktion ein umfassendes Entwicklungskonzept „Dahliengarten 2035“, neue Bildungs- und Beteiligungsangebote, mehr Sichtbarkeit sowie die längst überfällige Nachholung der 100-Jahr-Feier als öffentliches Signal des Aufbruchs. Die langfristige Finanzierung müsse über die Umweltbehörde gesichert werden.

Katarina Blume abschließend: „Der Dahliengarten ist mehr als eine Grünfläche. Er ist ein ganz besonderer Ort, der die Seele streichelt– ein Ort, an dem Menschen zur Ruhe kommen. Es ist Zeit, Verantwortung zu übernehmen und diesen Ort entschlossen in die Zukunft zu führen.“

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FDP begrüßt Start-up-Preis – fordert jedoch echte Gründerfreiheit statt nur Symbolpolitik

Altona macht sich bereit für den nächsten Wachstumsschub: Die FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung unterstützt voller Überzeugung die Einführung eines jährlichen „Altonaer Start-up-Preises“, um das enorme Potenzial junger Unternehmen im Bezirk sichtbar zu machen und Altona im Wettbewerb der innovativsten Standorte Hamburgs ganz nach vorne zu bringen.

Hamburg gehört längst zur Spitze der deutschen Gründungslandschaft: Mit über 1.500 Start-ups, stetigem Wachstum und 161 Neugründungen allein im letzten Jahr ist die Stadt ein Magnet für Talente und unternehmerische Ideen. In Altona entsteht mit der Science City Bahrenfeld, dem Innovationspark Altona und einer lebendigen Kreativ- und Digitalszene eines der spannendsten Zukunftsquartiere Europas. Hier verbinden sich Wissenschaft, Unternehmertum und Lebensqualität zu einem perfekten Nährboden für Start-ups.

Doch für die FDP ist klar: Ein Preis allein schafft noch keine Gründungsdynamik. Entscheidend sind die richtigen Rahmenbedingungen – und genau hier hat Altona erheblichen Nachholbedarf. Die Liberalen unterstützen den Preis ausdrücklich, verstehen ihn aber als klaren Auftrag, jetzt konkrete Verbesserungen umzusetzen, statt Symbolpolitik zu betreiben.

Katarina Blume, Fraktionsvorsitzende der FDP-Altona:
„Altona kann mehr – und Altona will mehr! Unser Bezirk hat das Potenzial, einer der stärksten Gründungsstandorte Deutschlands zu sein. Der neue Start-up-Preis ist ein wichtiges Signal, aber er darf nicht das Ende der Debatte sein, sondern der Anfang. Wenn wir Gründerinnen und Gründer wirklich stärken wollen, brauchen wir weniger Bürokratie, mehr Freiheit, bessere Vernetzung und echte Unterstützung im Alltag.
Wir zäumen hier das Pferd von hinten auf: erst einen Preis einzuführen und sich dann um die Rahmenbedingungen zu kümmern, ist vielleicht ein unkonventioneller Weg. ABER: Der Preis soll Mut machen und gleichzeitig klar zeigen: Jetzt müssen wir nachlegen. Wir Liberale erwarten bereits Anfang des Jahres weitere Beschlüsse, die Altona für Start-ups wirklich attraktiv machen. Denn Start-ups schaffen Arbeitsplätze, Wohlstand und Zukunft. Und Altona hat das Zeug, ein echter Motor der Innovationsmetropole Hamburg zu werden.“

Mit dem Start-up-Preis sollen nicht nur Erfolge gewürdigt, sondern auch Netzwerke gestärkt, Vorbilder sichtbar gemacht und eine Kultur des Machens gefördert werden. Das Bezirksamt wird beauftragt, Konzept, Jury und Finanzierung – auch über Unternehmenspartnerschaften – zu entwickeln. 2026 soll der Preis erstmals verliehen werden.

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Schluss mit dem Dauerstau in Wohngebieten – Kinder schützen, Gewerbe sichern, Pendler entlasten

Die Beschwerden aus Othmarschen und Groß Flottbek reißen nicht ab: Seit dem Deckelbau und dem Wegfall der A7-Zufahrt Bahrenfeld in Richtung Süden versinkt der gesamte Bereich rund um die Auffahrt Othmarschen täglich im Verkehrschaos. Wohnstraßen werden zur Staufalle, Anwohnerinnen und Anwohner verlieren ihre Lebensqualität – und Pendler stehen oftmals stundenlang im Stop-and-Go, ohne Aussicht auf Entlastung.

Besonders gefährlich ist die Situation für die vielen Kinder und Jugendlichen, die die umliegenden Sportanlagen – etwa den Sportpark Bahrenfeld – besuchen. Überlastete Straßen, blockierte Kreuzungen und unübersichtliche Verkehrssituationen gefährden sie täglich. Gleichzeitig kämpfen Gewerbetreibende, insbesondere im Bereich Waitzstraße, mit eingeschränkter Erreichbarkeit und sinkenden Umsätzen.

Die FDP-Fraktion Altona setzt sich dafür ein, dass die massiven Stauprobleme endlich ernst genommen und konkrete Entlastungsmaßnahmen umgesetzt werden. Jetzt fordert die Bezirksversammlung, dass endlich gehandelt wird. Ziel ist eine klare Verkehrslenkung zurück auf die Hauptverkehrsstraßen, die Optimierung von Ampelschaltungen, das konsequente Freihalten von Kreuzungen sowie die garantierte Erreichbarkeit von Sportanlagen und lokalen Geschäften.

Dazu Rose Pauly, verkehrspolitische Sprecherin der FDP-Altona:
„Es reicht. Die Menschen in Altona verlieren jeden Tag Stunden ihres Lebens im Stau – und unsere Wohnquartiere werden zur Autobahn-Umleitung degradiert. Wenn Kinder nicht mehr sicher zu ihren Sportanlagen kommen, und unser lokales Gewerbe keine verlässliche Erreichbarkeit mehr hat, muss gehandelt werden. Wir Freie Demokraten nehmen diese Zustände nicht länger hin. Die Lebensqualität der Menschen hat Vorrang vor endlosen Staus“

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Senat darf das Gewerbe nicht im Stich lassen – FDP fordert endlich neues Konzept

Senat darf das Gewerbe nicht im Stich lassen – FDP fordert endlich neues Konzept
Katarina Blume, FDP-Fraktionsvorsitzende in Altona:
„Seit Jahren verschläft der Senat die überfällige Aktualisierung der Gewerbeflächenkonzepte. Gerade in Altona – dem ehemaligen Arbeiterquartier und Industriestandort, das sich zu einem lebenswerten und begehrten Szeneviertel gewandelt hat – ist das unverantwortlich.
Konflikte wie aktuell bei der Diskussion über Gewerbeflächen an der Warnholzstraße machen deutlich, wie groß der Druck auf Gewerbeflächen und die Flächenkonkurrenz tatsächlich sind.
Wir schlagen jetzt Alarm: Hamburg braucht kluge Lösungen, die Wohnen und Arbeiten verbinden – wirtschaftlich, städtebaulich und sozial. Die Gewerbeflächenkonzepte aller sieben Hamburger Bezirke stammen aus dem Jahr 2018 – seit sieben Jahren hat der Senat sie nicht mehr fortgeschrieben. Dabei hat sich die Stadt rasant verändert: Digitalisierung, Mobilitätswende, Flächenmangel und neue Arbeitsformen stellen große Herausforderungen dar – und erfordern ein modernes Konzept, das genau diese Entwicklungen aufgreift.
Zudem zeigt sich in vielen Bezirken ein weiteres Problem: An schwer vermittelbaren oder brachliegenden Gewerbeflächen wird oft festgehalten – teils über Jahre hinweg. Diese Flächen werden nicht genutzt, verfallen und entwickeln sich zu „Lost Places“. Hier muss die Stadt endlich neu denken, kreative Lösungen zulassen und offen für neue Nutzungsansätze sein.“
Die FDP fordert die Wirtschaftsbehörde auf, unverzüglich eine umfassende Aktualisierung der Gewerbeflächenkonzepte in allen Bezirken einzuleiten.
Ein modernes Gewerbeflächenkonzept ist kein Selbstzweck. Es ist ein Instrument, um Nutzungskonflikte zu lösen, Synergien zu schaffen – und Potenziale zu erschließen: etwa dort, wo Wohnen und Arbeiten kombiniert werden können.
Kleine und mittlere Unternehmen, Handwerk und Start-ups – aber auch die Kreativwirtschaft – brauchen Planungssicherheit. Sie sorgen für wohnortnahe Jobs, Nahversorgung und stabile Quartiere.
Die Freien Demokraten wollen, dass Altona – und ganz Hamburg – auch in Zukunft ein lebenswerter Ort zum Wohnen und Arbeiten bleibt.
Dafür braucht es nicht nur neuen Wohnraum, sondern auch Platz für Ideen, Betriebe und zukunftsfähige Arbeit.
Kontakt für Rückfragen:
Katarina Blume
Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion Altona
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Verkehrserziehung an Grundschulen: FDP fordert mehr Einsatz – Sicherheit der Schulkinder Kinder ist Pflicht und keine Kür!

Verkehrserziehung an Grundschulen:
FDP fordert mehr Einsatz – Sicherheit der Schulkinder Kinder ist Pflicht und keine Kür!
Katarina Blume, FDP-Fraktionsvorsitzende in Altona: „Wenn Kinder morgens an vierspurigen Straßen stehen und nicht wissen, wie sie sicher auf die andere Seite kommen – dann ist das kein Randthema, sondern ein familienpolitischer Notstand. Es darf hier keine Frage der Zuständigkeit geben. Wir alle sind verantwortlich dafür, dass Kinder sicher zur Schule kommen. Deshalb nehmen wir ganz bewusst auch die Bezirksamtsleitung in die Pflicht, sich bei den zuständigen Behörden mit Nachdruck einzusetzen.
Verkehrserziehung ist keine Kür, sondern eine Pflichtaufgabe im Interesse unserer Kinder. Es geht dabei nicht nur um Unfallvermeidung, sondern auch um die Förderung von Selbstständigkeit und Mobilitätskompetenz. Gerade in einer Großstadt wie Hamburg mit hohem Verkehrsaufkommen, vielen Baustellen und oft unübersichtlichen Wegeführungen müssen Kinder früh lernen, sich sicher zu bewegen.“
Die FDP-Fraktion Altona bringt in der morgigen Sitzung der Bezirksversammlung mit breiter Unterstützung von Grünen und SPD einen Antrag zur Abstimmung, der die verlässliche Durchführung der schulischen Verkehrserziehung im Bezirk Altona einfordert. Hintergrund ist der dramatische Personalmangel bei den Polizeiverkehrslehrkräften: Zuletzt war nur noch eine einzige Unterrichtskraft für den gesamten Bezirk Altona im Einsatz.
Der Antrag der FDP-Fraktion sieht vor, dass sich die Bezirksamtsleitung gegenüber der Innenbehörde sowie der Schulbehörde dafür stark macht, dass Programme wie „Sicher zur Schule mit dem Rad“ und „Sicher zu Fuß“ wieder an allen Grundschulen im Bezirk verlässlich angeboten werden. Zugleich fordert die FDP die Behörde für Inneres und Sport auf, vakante Stellen im Bereich der Verkehrserziehung schnellstmöglich zu besetzen und die strukturellen Voraussetzungen für eine flächendeckende Durchführung in ganz Hamburg zu schaffen.
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Katarina Blume
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Hinterposemuckel statt weltoffenes Hamburg – FDP kritisiert geplante Einschränkungen der Außengastronomie in der Schanze

Das Hamburger Schanzenviertel gehört zu den lebendigsten und vielfältigsten Stadtteilen Hamburgs. Hier treffen Kunst, Kultur, kulinarische Vielfalt und ein internationales Publikum aufeinander. Die hohe Aufenthaltsqualität zieht nicht nur Hamburgerinnen und Hamburger, sondern auch zahlreiche Touristinnen und Touristen an – insbesondere in den Sommermonaten, in denen die Außengastronomie eine zentrale Rolle spielt.
Seit Jahren nehmen die Besucherzahlen kontinuierlich zu. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Anwohnenden. Die Altonaer Kommunalpolitik ringt seit Langem um einen angemessenen Interessenausgleich zwischen Anwohnenden, Gastronomiebetrieben und dem nächtlichen Publikum. Der von der rot-grünen Bezirksmehrheit vorgelegte Antrag hätte in der Umsetzung schwerwiegende Folgen für Hamburg als weltoffene Metropole, Touristenmagnet und Wirtschaftsstandort.
Katarina Blume, Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion Altona:
„Die Ergebnisse der schalltechnischen Untersuchung zeigen klar: Ja, es gibt Handlungsbedarf. Aber was Rot-Grün jetzt vorlegt, ist weder praxistauglich noch verantwortungsvoll – es ist Symbolpolitik auf dem Rücken der Hamburger Gastronomieszene.
Statt die Probleme gemeinsam mit den Beteiligten zu lösen, wird die Verantwortung einseitig der Gastronomie zugewiesen. Die Maßnahmen sind ordnungspolitisch kaum durchsetzbar und mit erheblichen wirtschaftlichen Schäden für Betreiberinnen und Betreiber verbunden.
Derartige Entscheidungen trifft vielleicht der Stadtrat von Hinterposemuckel – aber sie passen nicht zur Weltstadt Hamburg.
Hamburgs Außengastronomie trägt maßgeblich zum Image der Freien und Hansestadt Hamburg als weltoffene Metropole, Touristenmagnet und Wirtschaftsstandort bei. Sie ist Teil der urbanen Lebensqualität und ein wichtiger Anziehungspunkt für junge Menschen, besonders in der Schanze.
Ein vorgezogenes Ende der Servicezeiten wird nicht zu mehr Ruhe führen, sondern nur zur Verlagerung des Problems – an Tankstellen, in den Einzelhandel und auf die Straße. Das ist realitätsfern und gefährlich naiv.
Die FDP hat den Weg bereits aufgezeigt: Mit dem einstimmig beschlossenen Nachtbeauftragten wurde ein erster kluger Schritt getan. Jetzt geht es zunächst darum, weitere wirksame Maßnahmen umzusetzen – nicht um Verbote, die keiner kontrollieren kann.
Deshalb legen wir einen Alternativantrag vor. Wie so oft hilft ein Blick über den Tellerrand – in diesem Fall zu unseren Nachbarn im Bezirk Mitte. Wir setzen uns für einen bezirklichen Kontrolldienst in Altona ein. Dieser kann verstärkt Kontrollen durchführen und die Durchsetzung geltender Regeln, insbesondere in Party- und Ausgehvierteln, gewährleisten.
Außerdem fordern wir die Einsetzung einer Task Force mit Vertretern aus dem Schanzenbeirat, der Gastronomie, der Polizei, der Stadtreinigung sowie dem bezirklichen Kontrolldienst – flankiert durch Beratungsangebote für passiven Lärmschutz.“
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Foto: Emma7stern / https://creativecommons.org

Schleichender Wegfall von Pkw-Stellplätzen: Umbaupläne rund um die Sternbrücke vorgestellt

Auf der städtischen Beteiligungsplattform max-brauer-allee.beteiligung.hamburg stellt die Stadt Hamburg derzeit ihre Pläne für den Umbau der Max-Brauer-Allee rund um die Sternbrücke vor. Neben einem anschaulichen Erklärvideo sind dort auch eine detaillierte Planzeichnung sowie eine 3D-Visualisierung des geplanten Straßenumbaus zu finden.
Die öffentliche Beteiligung war bis zum 11. April möglich – durch Kommentare und die Teilnahme an einer Online-Umfrage.
Die bisherigen Rückmeldungen zeigen ein breites Spektrum an Meinungen:
Während einige den Fokus auf Umwelt- und Verkehrswende ausdrücklich begrüßen – dabei aber die geplante Fällung von 44 Bäumen kritisieren –, äußerten andere große Bedenken hinsichtlich des massiven Wegfalls regulärer Pkw-Stellflächen. Besonders betroffen fühlen sich Menschen, die trotz erheblicher Mobilitätseinschränkungen keinen Anspruch auf einen „blauen Parkausweis“ haben und dennoch auf das Auto angewiesen sind.
Die 44 zu fällenden Bäume sollen durch Neupflanzungen ersetzt werden. Dennoch ist der Eingriff in den gewachsenen Baumbestand erheblich, da das Heranwachsen neuer Bäume Jahrzehnte dauern kann. Auch die wegfallenden 16 regulären Stellplätze werden nicht ersetzt. Unter den verbleibenden Parkmöglichkeiten wird ein Teil künftig ausschließlich dem Liefer- und Ladeverkehr vorbehalten sein.
Am Montagabend wurden die Pläne im Mobilitätsausschuss Altona durch den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) vorgestellt. Die vorrangigen Ziele des Umbaus sind laut LSBG:
• Stärkung des Radverkehrs
• Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV)
• Verbesserungen für den Fußverkehr
• Förderung blau-grüner Infrastruktur
• Diversität in der Nutzung öffentlicher Räume
Fehlt da nicht etwas?
Richtig! Beim sogenannten „Ruhenden Verkehr“ wurde der motorisierte Individualverkehr (MIV) – also private Pkw – nur unter dem Punkt „Diverses“ erwähnt, konkret in Form von Lade- und Lieferlogistik sowie einem einzigen neu zu schaffenden barrierefreien Stellplatz.
Diese Form des Umbaus hat in Hamburg Methode – und sie schreitet abschnittsweise voran. Prominente Beispiele im Bezirk Altona sind der Umbau der Elbchaussee und der Louise-Schröder-Straße. In beiden Projekten wurden bzw. werden Stellflächen bis auf wenige Ausnahmen konsequent entfernt. In den entsprechenden Pressemitteilungen wird das als „Neustrukturierung“ bezeichnet.
Gerade im Fall der Louise-Schröder-Straße – einer dreispurigen Einbahnstraße – wurde mit dem Rückbau auf eine frühere Fehlplanung reagiert. Allerdings stellte sich der erwartete Durchgangsverkehr nie ein. Der Bedarf der Anwohner an Pkw-Stellplätzen hingegen ist angesichts steigender Zulassungszahlen ungebrochen. Bei der Vorstellung des Projekts im Jahr 2024 hoben Verkehrssenator Anjes Tjarks und Bezirksamtsleiterin Dr. Stefanie von Berg die Vorzüge hervor – ohne jedoch auf die Auswirkungen für Anwohner einzugehen.
Die FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona mahnt neben der wachsenden Belastung durch Parkplatzsuchverkehr auch die Folgen für lokale Gewerbebetriebe an – sowohl für ansässige als auch für anreisende.
Oder – um Wirtschaftsminister Robert Habeck zu zitieren – vielleicht gehen sie nicht insolvent, sondern hören einfach auf, zu verkaufen?

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