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Wolf in Altona- FDP kritisiert reflexhafte Debatte und fordert bessere Abläufe.

Nach dem Vorfall mit einem Wolf in den Elbvororten und dem Beißvorfall im Zentrum von Altona mahnt die FDP-Fraktion zu einer sachlichen, aber klaren Aufarbeitung. Für die Liberalen steht fest: Der Vorfall ist ernst – aber kein Anlass für vorschnelle politische Reflexe.

Über Stunden hinweg wurde das Tier mehrfach im Bezirk Altona gemeldet und konnte dennoch durch dicht besiedelte Quartiere streifen. Für die FDP-Fraktion stellt sich daher vor allem eine Frage: Haben die bestehenden Meldewege und Reaktionsketten in dieser Situation funktioniert?

„Wir sollten diesen Vorfall weder dramatisieren noch bagatellisieren. Aber wir müssen ihn ernst nehmen. Wenn ein Wildtier über längere Zeit durch Wohngebiete läuft und mehrfach gemeldet wird, dann darf es nicht bei Einzelmeldungen bleiben – dann braucht es eine klare, koordinierte Reaktion“, erklärt Katarina Blume , Fraktionsvorsitzende der FDP in Altona.

Besonders kritisch sei, dass Hinweise aus der Bevölkerung offenbar nicht ausreichend schnell gebündelt und bewertet wurden. Gerade in einer Großstadt wie Hamburg müsse sichergestellt sein, dass wiederholte Sichtungen automatisch zu einer abgestimmten Lageeinschätzung führen.

„Man muss sich nur vorstellen, das Tier wäre über einen Kinderspielplatz gelaufen. In so einer Situation kann niemand vorhersagen, wie Kinder reagieren – und auch nicht, wie ein verunsichertes Tier. Genau deshalb kommt es auf Geschwindigkeit und klare Abläufe an“, so Blume.

Zugleich kritisiert die FDP-Fraktion die politische Debatte: Der reflexartige Ruf nach schärferen Maßnahmen oder pauschaler Bejagung helfe in der aktuellen Lage nicht weiter.

„Jetzt vorschnell Schuldige zu suchen oder einfache Lösungen zu präsentieren, greift zu kurz. Der Hinweis, ein Wolf sei scheu, reicht aber genauso wenig aus, wenn wir sehen, wie ein Tier in einer Stresssituation reagiert. Entscheidend ist, dass wir aus diesem Vorfall die richtigen Schlüsse ziehen.“

Aus Sicht der FDP-Fraktion ist es jetzt wichtig, die bestehenden Meldewege, Zuständigkeiten und Reaktionsketten im Umgang mit Wildtier-Sichtungen in der Stadt gründlich zu überprüfen und – wo nötig – anzupassen. Ziel muss sein, vergleichbare Situationen künftig frühzeitig zu erkennen und zu entschärfen, bevor es zu gefährlichen Begegnungen kommt.

Kontakt für Rückfragen:
Katarina Blume
Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion Altona
Abgeordnete der Bezirksversammlung Altona
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Elterngeld: Familien in Altona warten am längsten – Bezirksamtsleitung bleibt untätig

Elterngeld: Familien in Altona warten am längsten – Bezirksamtsleitung bleibt untätig

Altona – Familien im Bezirk Altona warten im Schnitt über 110 Tage auf ihr Elterngeld. Das ist fast doppelt so lange wie der Hamburger Durchschnitt von rund 64 Tagen.

„Altona lässt junge Eltern mit diesem Problem allein.“

Für Katarina Blume, Vorsitzende der FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona, ist das ein unhaltbarer Zustand – und auch ein klares Führungsproblem im Bezirksamt.

„Schon die Bearbeitungszeiten in Hamburg insgesamt sind für viele Familien zu lang. Aber dass ausgerechnet Altona noch einmal deutlich schlechter abschneidet als andere Bezirke, ist schlicht nicht akzeptabel“, sagt Blume.

Die Geburt eines Kindes ist für Familien eine besondere Zeit – gleichzeitig aber auch eine Phase großer Veränderungen. Ein Einkommen fällt weg, neue Ausgaben entstehen, vieles muss neu organisiert werden. Gerade deshalb soll das Elterngeld schnell finanzielle Sicherheit geben. Wenn Eltern stattdessen monatelang auf die Auszahlung warten müssen, führt das zu erheblicher Unsicherheit.

Ein zusätzliches Problem ist der massiv gestiegene bürokratische Aufwand bei der Antragstellung: Während der Elterngeldantrag früher vergleichsweise kompakt war, umfasst er heute vielfach mehr als 20 Seiten. Die Vereinfachung dieser Verfahren muss auf Bundesebene erfolgen – erste Schritte zur Digitalisierung sind in Hamburg bereits angestoßen, müssen aber konsequent weitergeführt werden.

Nach aktuellen Zahlen befinden sich im Bezirk Altona zudem 126 Elterngeldanträge länger als drei Monate in Bearbeitung. Für viele Eltern – häufig gut ausgebildete Frauen und Männer mitten im Berufsleben – bedeutet das, dass sie in einer ohnehin herausfordernden Lebensphase ohne die eingeplante Unterstützung auskommen müssen.

Besonders kritisch bewertet die FDP-Fraktion, dass der Bezirksamtsleiter bereits im Rahmen seiner Bewerbung bei einer öffentlichen Veranstaltung auf die Problematik angesprochen wurde. Damals äußerte er gegenüber anwesenden Eltern sein Bedauern über die langen Bearbeitungszeiten und kündigte an, sich zügig um Verbesserungen zu kümmern. Monate später ist jedoch keine spürbare Entlastung eingetreten.

„Wer öffentlich zusagt, ein Problem schnell zu lösen, muss sich auch daran messen lassen. Dass sich die Situation über Monate nicht verbessert hat, ist ein deutliches Zeichen mangelnder Prioritätensetzung und Führung“, so Blume.

Die FDP bringt deshalb in der kommenden Sitzung der Bezirksversammlung Altona einen Antrag ein, um die Situation zu verbessern. Gefordert werden mehr Personal in der Elterngeldstelle, kurzfristige Unterstützung für besonders belastete Bezirke sowie endlich vollständig digitalisierte Verfahren, damit Anträge schneller bearbeitet werden können.

„Eltern brauchen in dieser Phase Planungssicherheit – keine monatelangen Wartezeiten. Und sie brauchen eine Verwaltung, die hält, was ihre Leitung verspricht.“

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„Eine schlicht absurde Situation“ – FDP kritisiert Geweih-Amputation bei Damhirschen

„Eine schlicht absurde Situation“ – FDP kritisiert Geweih-Amputation bei Damhirschen

Wegen der abgesägten Geweihe bei drei Damhirschen aus dem Hirschpark läuft inzwischen ein Ordnungswidrigkeitenverfahren. Wie heute im Ausschuss für Grün, Naturschutz und Sport mitgeteilt wurde und bereits vorab der Presse zu entnehmen war, wurde das Verfahren zur Wahrung größtmöglicher Neutralität an ein anderes Bezirksamt abgegeben.

Die Tiere waren kürzlich aus dem Hirschpark in das Wildgehege Klövensteen umgesiedelt worden. Vor dem Transport wurden ihnen die Geweihe entfernt – ein Eingriff, der bei vielen Bürgerinnen und Bürgern erhebliche Fragen ausgelöst hat.

Katarina Blume, Vorsitzende der FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona, erklärt:
„Die Umsiedlung der Hirsche wurde ursprünglich mit Tierschutzargumenten begründet. Wenn nun ausgerechnet im Zuge dieser Maßnahme ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzrecht läuft, ist das für viele Bürgerinnen und Bürger eine schlicht absurde Situation.“

Auch der Ablauf der Aktion vor Ort sorgt weiterhin für Kritik. Während der Umsiedlung waren mehrere Streifenwagen der Polizei im Einsatz. Nach Angaben von Augenzeugen sollten vier ältere Mitglieder des Vereins der Freunde des Hirschparks, die den Vorgang beobachten wollten, durch Polizeibeamte auf Abstand gehalten werden.

Blume abschließend:
„Das Gesamtbild dieses Vorgehens wirkt schlecht vorbereitet und unzureichend erklärt. Gerade zu Beginn einer neuen Amtszeit im Bezirksamt erwarten viele Bürgerinnen und Bürger mehr Transparenz, Augenmaß und einen glaubwürdigen Umgang mit Fragen des Tierschutzes

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Erfolgreiche Außengastronomie soll weichen – FDP kritisiert Rückschrittspolitik

Die FDP-Fraktion Altona setzt sich gemeinsam mit der Volt-Fraktion für den Erhalt und die Verstetigung von Außengastronomie auf Parkbuchten ein. Funktionierende Lösungen dürfen nicht aus Prinzip zurückgebaut werden. Ziel ist es, Betrieben auch künftig unternehmerische Freiheit im öffentlichen Raum zu ermöglichen – statt erfolgreiche Modelle wieder einzuschränken.

Die während der Pandemie geschaffenen Sondernutzungen haben gezeigt, was möglich ist, wenn Politik nicht reflexhaft verbietet, sondern ermöglicht: lebendige Straßen, wirtschaftlich stabilere Betriebe und mehr Aufenthaltsqualität in den Quartieren. Gerade in Stadtteilen wie Ottensen oder entlang der Bahrenfelder Straße sind echte Orte der Begegnung entstanden, die von Anwohnenden wie Gästen gleichermaßen angenommen werden.

Ein pauschaler Rückbau dieser Flächen wäre ein deutlicher Rückschritt. Er stünde für eine Politik, die Ordnung über Funktion stellt und Parken über Lebensgefühl in der Stadt. Für viele Gastronomiebetriebe bedeutet der Verlust der Außengastronomie nicht weniger Komfort, sondern weniger Umsatz, geringere Planungssicherheit und im Zweifel die Existenzfrage.

Für die FDP ist klar: Parkplätze haben ihre Berechtigung – sie dürfen aber nicht dogmatisch gegen jede andere Nutzung ausgespielt werden. Öffentlicher Raum muss so genutzt werden, dass er möglichst vielen Menschen dient und wirtschaftliche Aktivität ermöglicht. Starre Verbotslogik wird der Realität unserer wachsenden, vielfältigen Stadt nicht gerecht.

Dazu Katarina Blume, Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona:
„Liberale Politik heißt, den Menschen und Betrieben etwas zuzutrauen – nicht, funktionierende Modelle abzuwickeln, nur weil sie einmal als Ausnahme begonnen haben. Wer erfolgreiche Außengastronomie zurückbaut, betreibt Verbotspolitik durch die Hintertür. Wir setzen auf Ermöglichen statt Einschränken.“

Der gemeinsame Antrag von FDP und Volt fordert das Bezirksamt auf, die bewährte Genehmigungspraxis für die Sondernutzung von Parkflächen für Außengastronomie auch im Jahr 2026 fortzuführen und gemeinsam mit dem zuständigen Ausschuss ein langfristiges, rechtssicheres Konzept zu entwickeln. Dabei sollen berechtigte Interessen der Anwohnenden – etwa Lärm, Sauberkeit und Ordnung – weiterhin verbindlich berücksichtigt werden.

Mit diesem Antrag machen wir deutlich: Zukunftsfähige Stadtentwicklung braucht weniger Verbote und mehr Freiheit – für Wirtschaft, für Nachbarschaften und für ein lebendiges Altona.

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Katarina Blume
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Blackout-Risiko ignoriert: Altona nach vier Jahren weiter unvorbereitet

Vier Jahre nach ersten Warnungen ist Altona auf einen großflächigen, länger andauernden Stromausfall weiterhin schlecht vorbereitet. Die die Fraktionen von FDP und CDU bringen deshalb in der kommenden Bezirksversammlung einen Antrag ein, der endlich verbindliche Maßnahmen für einen funktionierenden Bevölkerungsschutz im Bezirk einfordert.

Bereits 2022 hatte eine bezirkliche Anfrage gravierende Defizite offengelegt: Kein eigenes Blackout-Vorsorgekonzept, keine autark nutzbaren Notunterkünfte, keine belastbaren Kommunikationsstrukturen für den Krisenfall. Trotz anschließenden politischen Vorstoßes blieb eine strukturelle Umsetzung aus.

Auch reale Ereignisse führten bislang zu keinem Umdenken. Der mehrtägige, großflächige Stromausfall infolge eines Sabotageaktes in Berlin machte deutlich, dass ein Blackout kein theoretisches Szenario ist. Konsequenzen für Altona wurden dennoch nicht gezogen.

Der Bezirk verfügt bis heute weder über ein eigenes Vorsorgekonzept noch über klar definierte, handlungsfähige Strukturen für den Ernstfall. Ein länger andauernder Stromausfall hätte jedoch massive Auswirkungen auf Kommunikation, Wasserversorgung, medizinische Hilfe und die Versorgung mit Lebensmitteln.
Bevölkerungsschutz darf nicht an Zuständigkeitsfragen oder Haushaltsargumenten scheitern. Gerade in einer wohlhabenden Stadt wie Hamburg ist der Schutz der Bürgerinnen und Bürger eine zentrale staatliche Aufgabe und muss sich in klaren politischen Prioritäten widerspiegeln.

Dazu Katarina Blume, Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion Altona:
„Ein großflächiger Stromausfall ist kein abstraktes Risiko, sondern jederzeit möglich. Dass Altona vier Jahre nach ersten Warnungen weiterhin unzureichend vorbereitet ist, ist sicherheitspolitisch nicht akzeptabel. Bevölkerungsschutz darf nicht von Haushaltslage oder Zuständigkeitsdebatten abhängen. Hamburg kann sich Stillstand nicht leisten – und Altona erst recht nicht.“

Sven Hielscher, Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion Altona:
„Es ist die Aufgabe des Staates, bestmögliche Schutzfunktionen für die Bürger zu gewährleisten. Die Innenbehörde hängt - obwohl der Bezirk Altona bereits in 2024 ein umfassendes Konzept für den Zivilschutz, zu dem auch das Krisenmanagement bei Stromausfall gehört - Meilen hinter anderen Städten hinterher.“

Mit ihrem Antrag fordern die Fraktionen von FDP und CDU konkrete, umsetzbare Maßnahmen, um den Bezirk endlich krisenfest aufzustellen und den Bevölkerungsschutz spürbar zu verbessern.

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Katarina Blume, FDP Fraktionsvorsitzende Altona
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Neuer Hamburg Service in Altona: Bürgerfreundlichkeit mit Suchfunktion

Der neue Standort des Hamburg Service in den Kühnehöfen ist modern ausgestattet, für viele Bürgerinnen und Bürger jedoch schwer auffindbar. Die FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona fordert deshalb mit einem Antrag eine deutlich verbesserte Ausschilderung.

Im Dezember 2025 wurden die Dienstleistungen für Einwohner- und Ausländerangelegenheiten vom Rathaus Altona in die Kühnehöfe verlegt. Der Standort wurde öffentlich als „zentral und gut erreichbar“ bezeichnet.

Tatsächlich liegt das Gebäude in einem unübersichtlichen Gewerbeareal ohne klare Wegeführung. Vor allem vom S-Bahnhof Ottensen aus fehlt eine eindeutige Orientierung. Immer wieder suchen Bürgerinnen und Bürger vor Ort nach dem richtigen Weg.

Unzureichende Ausschilderung ist kein Detailproblem, sondern eine Frage bürgernaher Verwaltung. Zentral bereitgestellte Dienstleistungen müssen eindeutig, barrierearm und ohne Umwege erreichbar sein. Fehlende Orientierung führt zu Frustration, Terminproblemen und vermeidbarem Mehraufwand – auch für die Verwaltung.

Dazu Katarina Blume, Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion Altona:
„Der neue Hamburg Service ist modern und komfortabel – für die Verwaltung. Für Bürgerinnen und Bürger beginnt der Behördengang dagegen mit Orientierungslosigkeit. Aus liberaler Sicht gilt: Verwaltung ist kein Selbstzweck. Service heißt, dem Bürger den Weg zu erleichtern. Hier wurde er ihm unnötig schwer gemacht.“

Die FDP-Fraktion fordert eine klare, gut sichtbare Ausschilderung, insbesondere im Umfeld zentraler ÖPNV-Haltepunkte, sowie eine stärkere Berücksichtigung der tatsächlichen Erreichbarkeit bei künftigen Standortverlagerungen des Hamburg Service.

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Katarina Blume
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Schließung des Damwild Geheges im Hirschpark: Bezirksamt Altona übergeht Politik und Öffentlichkeit – Tierwohl als Vorwand für Einsparungen?

Die heute veröffentlichte Pressemitteilung des Bezirksamts Altona zur sofortigen Schließung des Damwild Geheges im Hirschpark wirft erhebliche Fragen auf – inhaltlich wie auch im Umgang mit demokratischer Kontrolle.

Bereits vor einer Woche wurde zu genau diesem Thema eine politische Anfrage gestellt. Diese blieb bislang unbeantwortet.
Statt Transparenz gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu zeigen, entscheidet sich das Bezirksamt nun offenbar dafür, Fakten über den Umweg einer Pressemitteilung zu schaffen. Dieses Vorgehen ist höchst irritierend und politisch inakzeptabel.

Dazu Katarina Blume, Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion Altona:
„Die inhaltliche Kehrtwende ist besonders unverständlich. Gerade erst wurde die Rückkehr der Damhirsche in den Hirschpark öffentlichkeitswirksam gefeiert. Nun sollen dieselben Tiere plötzlich nicht mehr artgerecht zu halten sein – trotz erheblicher Umbauten und Investitionen in den Jahren 2023 und 2024. Dass diese Maßnahmen nun als wirkungslos dargestellt werden, wirft die Frage auf, ob hier nicht von Anfang an auf Zeit gespielt wurde.

Das Damwild Gehege ist kostenfrei zugänglich, es ist ein wichtiger Erlebnisort für Familien mit Kindern und ein fester Bestandteil der gewachsenen Identität Blankeneses. Die jahrzehntelange Tradition wird nun mit einem Federstrich beendet – ohne ernsthafte Beteiligung der Öffentlichkeit und ohne erkennbare Bereitschaft, alternative Lösungen zu prüfen.

Der Verweis auf Tierwohlaspekte wirkt vor diesem Hintergrund vorgeschoben. Niemand stellt den Tierschutz infrage. Doch wenn Tierwohl ausschließlich dann zum entscheidenden Argument wird, wenn es mit Einsparungen und dem Rückzug öffentlicher Angebote einhergeht, ist Skepsis mehr als angebracht. Dass gleichzeitig andere, stärker frequentierte Wildgehege weiterbetrieben werden, macht die Argumentation nicht überzeugender.
Blankenese verliert mit der Schließung des Damwild Geheges ein niedrigschwelliges, generationenübergreifendes Angebot, das Natur erfahrbar macht – gerade für Kinder, die keinen Zugang zu ländlichen Räumen haben. Dieser Verlust wird vom Bezirksamt bislang kleingeredet.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Blankeneserinnen und Blankeneser gegen diese Entscheidung zur Wehr setzen.“

Die FDP-Fraktion wird zeitnah einen Antrag einbringen, mit dem Ziel, das Damwild Gehege im Hirschpark zu erhalten und tragfähige Lösungen zu entwickeln, die Tierwohl, Tradition und öffentliche Nutzung miteinander verbinden – statt ein bewährtes Angebot stillschweigend abzuwickeln.

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Katarina Blume
Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion Altona
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Foto: Kristina v. Ehren

FDP warnt: Bezirk riskiert das Aus für den Dahliengarten

Hamburg verändert sich rasant: Verdichtung, Neubauten, Großprojekte, die Science City Bahrenfeld – überall entsteht Neues. Doch gerade in dieser Zeit des Umbruchs brauchen die Menschen Orte, die Stabilität, Ruhe und Identität geben. Orte wie der historische Dahliengarten im Altonaer Volkspark. Die FDP-Fraktion Altona warnt jedoch eindringlich: Wenn der Bezirk weiter tatenlos bleibt, wird dieser einzigartige Rückzugsort am Ende Opfer der Flächenkonkurrenz.

„Wir krempeln die Stadt auf links – das ist richtig und notwendig“, sagt Katarina Blume, Vorsitzende der FDP-Fraktion Altona. „Aber wer inmitten all dieser Veränderungen die stillen Orte ignoriert, nimmt billigend in Kauf, dass sie verschwinden. Genau das passiert beim Dahliengarten. Er wird nicht entwickelt, er wird nicht geschützt – er wird schlicht liegengelassen. Diese Gleichgültigkeit dürfen wir uns nicht leisten.“

Die FDP kritisiert, dass der Bezirk bis heute keine belastbaren Daten, kein Konzept und keine Zukunftsstrategie für den Dahliengarten hat: keine Besucherstatistiken, keine Zielgruppenanalyse, keine Bildungskooperationen, kein Konzept. „Die Botschaft ist: Endlich gestalten, nicht nur verwalten. Stillstand ist keine Option. Stillstand ist Risiko. “, so Katarina Blume.

Der Druck ist enorm: Der Dahliengarten liegt mitten im zukünftigen Entwicklungsgebiet der Science City Bahrenfeld – hier wird zukünftig jede Fläche hart umkämpft. Hinzu kommen die Hamburger Olympiabewerbung und der damit verbundene potenzielle Flächenbedarf für Infrastruktur, Logistik und temporäre Anlagen. Wenn der Bezirk nicht erklären kann, welchen Wert der Dahliengarten für die Menschen hat, dann wird er in der Konkurrenz um städtebaulichen Verwertungsinteressen schlicht keine Stimme haben.

„Ohne Strategie und ohne Konzept geht man ungeschützt in eine Debatte, die längst begonnen hat.“, kritisiert Katarina Blume.

Die FDP sieht jedoch enormes Potenzial: Der Dahliengarten kann ein moderner Ort der Umweltbildung, ein Raum für Familien, ein Identitätsanker mitten in einer Stadt im Wandel sein.
Um den Garten dafür fit zu machen, fordert die Fraktion ein umfassendes Entwicklungskonzept „Dahliengarten 2035“, neue Bildungs- und Beteiligungsangebote, mehr Sichtbarkeit sowie die längst überfällige Nachholung der 100-Jahr-Feier als öffentliches Signal des Aufbruchs. Die langfristige Finanzierung müsse über die Umweltbehörde gesichert werden.

Katarina Blume abschließend: „Der Dahliengarten ist mehr als eine Grünfläche. Er ist ein ganz besonderer Ort, der die Seele streichelt– ein Ort, an dem Menschen zur Ruhe kommen. Es ist Zeit, Verantwortung zu übernehmen und diesen Ort entschlossen in die Zukunft zu führen.“

FDP begrüßt Start-up-Preis – fordert jedoch echte Gründerfreiheit statt nur Symbolpolitik

Altona macht sich bereit für den nächsten Wachstumsschub: Die FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung unterstützt voller Überzeugung die Einführung eines jährlichen „Altonaer Start-up-Preises“, um das enorme Potenzial junger Unternehmen im Bezirk sichtbar zu machen und Altona im Wettbewerb der innovativsten Standorte Hamburgs ganz nach vorne zu bringen.

Hamburg gehört längst zur Spitze der deutschen Gründungslandschaft: Mit über 1.500 Start-ups, stetigem Wachstum und 161 Neugründungen allein im letzten Jahr ist die Stadt ein Magnet für Talente und unternehmerische Ideen. In Altona entsteht mit der Science City Bahrenfeld, dem Innovationspark Altona und einer lebendigen Kreativ- und Digitalszene eines der spannendsten Zukunftsquartiere Europas. Hier verbinden sich Wissenschaft, Unternehmertum und Lebensqualität zu einem perfekten Nährboden für Start-ups.

Doch für die FDP ist klar: Ein Preis allein schafft noch keine Gründungsdynamik. Entscheidend sind die richtigen Rahmenbedingungen – und genau hier hat Altona erheblichen Nachholbedarf. Die Liberalen unterstützen den Preis ausdrücklich, verstehen ihn aber als klaren Auftrag, jetzt konkrete Verbesserungen umzusetzen, statt Symbolpolitik zu betreiben.

Katarina Blume, Fraktionsvorsitzende der FDP-Altona:
„Altona kann mehr – und Altona will mehr! Unser Bezirk hat das Potenzial, einer der stärksten Gründungsstandorte Deutschlands zu sein. Der neue Start-up-Preis ist ein wichtiges Signal, aber er darf nicht das Ende der Debatte sein, sondern der Anfang. Wenn wir Gründerinnen und Gründer wirklich stärken wollen, brauchen wir weniger Bürokratie, mehr Freiheit, bessere Vernetzung und echte Unterstützung im Alltag.
Wir zäumen hier das Pferd von hinten auf: erst einen Preis einzuführen und sich dann um die Rahmenbedingungen zu kümmern, ist vielleicht ein unkonventioneller Weg. ABER: Der Preis soll Mut machen und gleichzeitig klar zeigen: Jetzt müssen wir nachlegen. Wir Liberale erwarten bereits Anfang des Jahres weitere Beschlüsse, die Altona für Start-ups wirklich attraktiv machen. Denn Start-ups schaffen Arbeitsplätze, Wohlstand und Zukunft. Und Altona hat das Zeug, ein echter Motor der Innovationsmetropole Hamburg zu werden.“

Mit dem Start-up-Preis sollen nicht nur Erfolge gewürdigt, sondern auch Netzwerke gestärkt, Vorbilder sichtbar gemacht und eine Kultur des Machens gefördert werden. Das Bezirksamt wird beauftragt, Konzept, Jury und Finanzierung – auch über Unternehmenspartnerschaften – zu entwickeln. 2026 soll der Preis erstmals verliehen werden.