Der Hamburger Westen steht seit Jahren unter enormem Verkehrsdruck. Staus und Sperrungen auf den Hauptverkehrsachsen führen immer wieder dazu, dass sich der Verkehr seinen Weg durch Wohngebiete sucht. Verschärft wird die Situation durch Navigationsdienste wie Google Maps oder Waze, die bei Störungen auf der A7 Ausweichrouten durch Straßen empfehlen, die für diese Verkehrsmengen nicht ausgelegt sind.
Die FDP-Fraktion Altona fordert deshalb, dass Hamburg gegenüber den Navigationsanbietern deutlich aktiver wird. Baustellen-, Sperrungs- und Umleitungsdaten müssen zuverlässig und aktuell übermittelt, problematische Routenvorschläge konsequent adressiert und feste Ansprechpartner und Eskalationswege mit den Anbietern geschaffen werden. Gleichzeitig müssen Baustellen und Verkehrsmaßnahmen über Zuständigkeitsgrenzen hinweg besser koordiniert werden.
Katarina Blume, Vorsitzende der FDP-Fraktion Altona:
„Der Hamburger Westen ist seit Jahren im verkehrlichen Ausnahmezustand. Die Situation verschärft sich weiter und die Belastungsgrenze der Menschen ist längst erreicht.
Es kann nicht sein, dass Staus auf der A7 per Navigationssystem direkt in unsere Wohngebiete verlagert werden. Natürlich kann Hamburg Google oder Waze ihre Algorithmen nicht vorschreiben. Aber daraus folgt doch nicht, dass die Stadt nichts tun kann. Sie kann Daten liefern, ungeeignete Routenvorschläge adressieren und verbindliche Kommunikationswege mit den Anbietern schaffen. Diese Möglichkeiten müssen endlich konsequent genutzt werden.“
Dabei hat sich der Senat selbst ein klares Ziel gesetzt: Im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen heißt es ausdrücklich, man wolle eine Datenqualität sicherstellen, „so dass Navigationsdienstleister die Daten nutzen können“. Aus Sicht der FDP zeigt der weiterhin problematische Navi-Ausweichverkehr im Hamburger Westen, dass damit das Problem in der Praxis noch nicht gelöst ist.
„Das Ziel steht im Koalitionsvertrag, jetzt muss es auch auf der Straße funktionieren. Entscheidend ist nicht, welche Daten irgendwo bereitgestellt werden, sondern welche Routen den Autofahrern am Ende tatsächlich vorgeschlagen werden.“
„Wenn immer mehr Bürger auf überlastete Wohnstraßen, feststeckende Busse und gefährliche Verkehrssituationen hinweisen, muss gehandelt werden. Schulterzucken ist kein politisches Konzept. Politik und Verwaltung müssen gemeinsam jede Möglichkeit nutzen, um die Situation zu verbessern.
Jetzt braucht es konkrete Maßnahmen, um die Auswirkungen der Staus abzumildern und die Belastungen für die Menschen im Hamburger Westen zu reduzieren. Wer bessere Vorschläge hat: her damit. Nichtstun ist keine Option.“
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Katarina Blume
Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion Altona
Abgeordnete der Bezirksversammlung Altona
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