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FDP-Fraktion Altona zum Wohnungsbauvertrag: „Genehmigungen sind keine Wohnungen!“

FDP unterstützt Fortschreibung des Wohnungsbauvertrags – fordert wirtschaftlich tragfähige Bauprojekte, schnellere Verfahren und konkrete Ergebnisse.

Die FDP-Fraktion Altona begrüßt die Fortschreibung des „Vertrags für Hamburg – Wohnungsneubau“ und wird der Unterzeichnung zustimmen. Das Ziel von jährlich 10.000 genehmigten Wohnungen ist richtig. Entscheidend ist jedoch, dass daraus auch tatsächlich neuer und bezahlbarer Wohnraum entsteht.

Constantin Jebe, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion Altona, erklärt:
„Der neue Wohnungsbauvertrag ist ein wichtiges Signal, aber noch kein Befreiungsschlag. In Baugenehmigungen kann niemand wohnen. Ende 2025 standen in Hamburg mehr als 20.000 genehmigte Wohnungen aus, bei über 10.000 war noch nicht einmal mit dem Bau begonnen worden. Diese Zahlen zeigen, dass wir nicht nur schneller genehmigen, sondern vor allem das tatsächliche Bauen erleichtern müssen.“

Gerade Altona hat mit seinen großen Entwicklungsprojekten enormes Potenzial. Doch hohe Baukosten, schwierige Finanzierungsbedingungen und unnötig komplizierte Verfahren bremsen den Wohnungsbau.
Wer bezahlbare Wohnungen will, muss dafür sorgen, dass Bauen wieder wirtschaftlich möglich wird. Dazu gehören praktikable Baustandards, verlässliche Entscheidungen und eine bessere Abstimmung zwischen Senat, Fachbehörden und Bezirken.

Auch im Genehmigungsverfahren brauchen wir mehr Verbindlichkeit: Bauherren müssen vollständige Unterlagen einreichen, die Verwaltung im Gegenzug zügig prüfen und Rückmeldungen möglichst gebündelt erteilen. Gleichzeitig müssen vorhandene Potenziale konsequenter genutzt werden – etwa durch die Umwandlung geeigneter Büroflächen in Wohnraum.

Der Vertrag für Hamburg darf nicht nur eine Vereinbarung zwischen Senat und Bezirken bleiben. Wohnungsbau ist eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der auch die Wirtschafts-, Verkehrs- und Finanzbehörde sowie der Oberbaudirektor eine entscheidende Rolle spielen.
Deshalb sollten künftig alle maßgeblich beteiligten Fachbehörden stärker und verbindlicher in den Wohnungsbauvertrag eingebunden werden. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, Zuständigkeiten klar geregelt sind und Entscheidungen zügig getroffen werden, können aus Planungen auch tatsächlich Wohnungen entstehen
Wir stimmen dem Vertrag zu. Aber unser Maßstab bleibt, wie viele Wohnungen am Ende tatsächlich entstehen und für die Menschen bezahlbar sind. Nicht der Genehmigungsbescheid schafft Wohnraum, sondern der Bau.
Kontakt für Rückfragen:
Constantin Jebe
stellvertretender Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion Altona
Abgeordneter der Bezirksversammlung Altona
📧 constantin.jebe@fdp-altona.de
📞 +49 162 710 95 27