Zur wochenlangen Einstellung des Autozugverkehrs in Hamburg-Altona während der Sommerferien erklärt die Vorsitzende der FDP-Fraktion in der Bezirksversammlung Altona, Katarina Blume:
„Die Einstellung des Autozugverkehrs mitten in den Sommerferien ist für viele Familien und Urlauber ein Schlag ins Gesicht. Betroffen sind nicht nur Hamburgerinnen und Hamburger, sondern Reisende aus ganz Norddeutschland, die ihre Anreise über Hamburg seit langem geplant haben. Für viele beginnt der Urlaub nun mit Chaos, Unsicherheit und erheblichen Zusatzkosten.“
Blume kritisiert insbesondere das Vorgehen der Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO:
„Solche Baumaßnahmen entstehen nicht kurzfristig, sondern werden über Jahre vorbereitet. Umso skandalöser ist es, dass die Auswirkungen auf die Reisenden offenbar kaum berücksichtigt wurden. Bei DB InfraGO entsteht der Eindruck, dass man in einer eigenen Planungswelt lebt und völlig aus den Augen verloren hat, welche Folgen solche Entscheidungen für die Menschen haben.“
Besonders kritisch sieht Blume die Informationspolitik der Deutschen Bahn:
„Wenn diese Sperrung seit Jahren absehbar war, muss die Deutsche Bahn erklären, ab wann ihr die Einschränkungen bekannt waren und warum Reisende ihre Fahrten offenbar trotzdem noch buchen konnten. Das ist eine Frage des Verbraucherschutzes. Die Menschen dürfen nicht den Eindruck gewinnen, dass sie von der Deutschen Bahn durch die Manege geführt werden.“
Mit Blick auf die Bauarbeiten an der Sternbrücke ergänzt Blume:
„Die FDP-Fraktion hat erst vor wenigen Tagen eine bessere Koordinierung der Großbaustellen und eine stärkere Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger eingefordert. Die aktuelle Sperrung des Autozugverkehrs bestätigt leider genau das, wovor wir gewarnt haben. Jetzt sind neben Pendlerinnen und Pendlern auch tausende Urlaubsreisende betroffen. Es reicht nicht, jede Baustelle isoliert zu betrachten. Wer Großprojekte über Jahre plant, muss die Auswirkungen auf die Menschen insgesamt in den Blick nehmen und die Maßnahmen entsprechend koordinieren.“
Abschließend richtet Blume den Blick auf die Verantwortung des Bundes:
„Die Deutsche Bahn gehört zu 100 Prozent dem Bund. Gerade deshalb muss sie sich an einem besonders hohen Maßstab messen lassen. Die Verantwortung trägt am Ende die Deutsche Bahn als bundeseigener Konzern. Ein bundeseigener Konzern darf die Auswirkungen seiner Entscheidungen auf die Bürgerinnen und Bürger nicht aus dem Blick verlieren. Es reicht nicht, sich auf technische Notwendigkeiten zurückzuziehen. Gute Infrastrukturpolitik bedeutet auch, verlässlich, transparent und verbraucherorientiert zu handeln. Dieser Verantwortung wird die Deutsche Bahn hier nicht gerecht.“
Kontakt für Rückfragen:
Katarina Blume
Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion Altona
Abgeordnete der Bezirksversammlung Altona
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📞 0172 / 7188448