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Windkraft in der Feldmark: FDP fordert Kurswechsel des Senats

FDP-Fraktion Altona lehnt Windräder in der Sülldorfer/Rissener Feldmark ab – Klimaschutz braucht Akzeptanz, Augenmaß und verlässliche Planung

Die FDP-Fraktion Altona lehnt den Bau von Windkraftanlagen in der Sülldorfer/Rissener Feldmark ab. Die Feldmark ist kein planerischer Restposten, sondern ein ökologisch wertvoller Landschaftsraum, ein wichtiger Biotopverbund, ein landwirtschaftlich geprägter Freiraum und ein identitätsstiftender Teil des Hamburger Westens.
„Windkraftausbau braucht Augenmaß, Standortqualität und Akzeptanz. Wer in einer dicht besiedelten Großstadt ausgerechnet wertvolle Feldmarkflächen zum Ziel erklärt, macht es sich zu einfach. Klimaschutz darf nicht gegen Naturschutz und gute Stadtentwicklung ausgespielt werden“, erklärt Kristina von Ehren, Abgeordnete der FDP-Fraktion Altona.
Die Sülldorfer/Rissener Feldmark wurde über Jahrzehnte bewusst als zusammenhängender Freiraum gesichert. Mit dem Bebauungsplan Rissen 44/Sülldorf 18/Iserbrook 26 wurde ein mühsam erarbeiteter Ausgleich zwischen Landwirtschaft, Natur- und Artenschutz, Landschaftsentwicklung und Naherholung festgeschrieben. Diese langfristige planerische Grundentscheidung darf nicht durch eine grobschlächtige Flächenpolitik wieder aufgehoben werden.
Hinzu kommt: Windkraftanlagen wären kein punktueller Eingriff. Für Bau, Betrieb und Wartung wären schwerlastfähige Zuwegungen, Kranstellflächen, Netzanschlüsse und weitere technische Erschließungen erforderlich. Gerade in einem sensiblen Raum mit Knicks, Gräben, Biotopen und angrenzenden Schutzgebieten würde dies den Charakter der Feldmark dauerhaft verändern.
Besonders kritisch sieht die FDP-Fraktion, dass der Senat offenbar nicht bereit ist, alle rechtlichen und planerischen Alternativen ernsthaft auszuschöpfen. Das Windenergieflächenbedarfsgesetz eröffnet grundsätzlich die Möglichkeit, Flächenbeitragswerte zwischen Bundesländern über Staatsverträge anzupassen. Gerade für einen Stadtstaat mit begrenzten Flächen und besonders hohen Nutzungskonflikten muss eine solche Prüfung selbstverständlich sein.
„Wenn es rechtlich möglich ist, mit Nachbarländern über Flächenbeiträge zu sprechen, dann darf Hamburg diesen Weg nicht vorschnell politisch vom Tisch wischen. Der Senat darf nicht so tun, als bliebe nur der Griff in die Feldmark. Gerade in einem Stadtstaat muss man intelligenter planen als mit dem Lineal über der Karte“, so von Ehren weiter.
Die FDP-Fraktion steht zum Ausbau erneuerbarer Energien. Gerade deshalb darf der Windkraftausbau nicht an Akzeptanz verlieren. Wer sensible Natur- und Landschaftsräume ohne überzeugende Abwägung in den Fokus nimmt, befeuert unnötig Konflikte und schwächt die Zustimmung zur Energiewende.
Die FDP-Fraktion fordert den Senat daher auf, auf Windvorrangflächen in der Sülldorfer/Rissener Feldmark zu verzichten, besser geeignete Standorte zu prüfen und Kooperationsmöglichkeiten mit angrenzenden Bundesländern transparent darzustellen.
„Erneuerbare Energien sind wichtig. Aber gute Energiepolitik beginnt nicht damit, bestehende Konflikte zu verschärfen und langfristige Planungsentscheidungen zu entwerten. Wer Akzeptanz will, muss nachvollziehbar planen, Alternativen prüfen und sensible Naturräume schützen“, erklärt von Ehren abschließend.

Kontakt:
Kristina von Ehren, Abgeordnete der FDP-Fraktion Altona
E-Mail: kristina.vonehren@fdp-altona.de
Mobil: +49 177 2900010

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